Ich bin die Katze,
die am frühen Morgen zuhause isst, um direkt im Anschluss einen zweiten Happen aus der vom Nachbarn bereitgestellten Schale zu verspeisen. Auf dem Weg zum nächsten einsamen Tellerchen, welches geschleckt werden will, landet unversehens ein Vöglein auf der rauen Zunge. Ich schmücke mich mit den Federn.
In meinen Arbeiten bewege ich mich zwischen Bildender Kunst und Theater. Das eine stiehlt vom anderen. Objekt, Raum, Installation nehmen vom Theater und umgekehrt. Dabei entstehen skulpturale Videoinstallationen und Performances avancieren zu körperlosen Objekten.
In Installationen, Objekten, Videoarbeiten und Performances greife ich über theatral geprägte Narrationsmechanismen hinaus. Materialgeleitet verbinde ich persönliche, digitale, antike und zeitgenössische Mythologien und provoziere Fragen zu Körper, Gender und Identität.
Neben meinem solistischen Schaffen interessieren mich kollektive Arbeitsweisen, die eine klassische Form der Autor*innenschaft hinterfragen - entsprechend erfülle ich verschiedene Rollen innerhalb von Ensembles, Produktionen und Ausstellungen.
Katharina Anna-Josefine Rausch studierte Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. John Bock und Theater und Vermittlung an der der Hochschule Osnabrück. Ihre Arbeiten waren u.a. bei SomoS Arts Berlin, Alte Pinakothek München, Karpaten Biennale, Galerie Ebensperger. zeitraumexit und Galerie oqbo zu sehen. Ihre Theaterarbeiten zeigte sie u.a. am Theater Aachen, Schlachthof Eupen (BE), Nationaltheater Mannheim, der Schauburg München und dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen.
Auswahl Auszeichnungen und Nominierungen:
2026, Stipendium Bildende Kunst der Kunststiftung Baden-Württemberg
2024, Residenzförderung durch das NFT (Netzwerk freier Theater) gemeinsam mit KFC suite
2024, Proud, Katalog durch das Kulturamt der Stadt Ludwigshafen